Immer wieder werden wir gefragt: Warum habt Ihr eine Beratungsfirma gegründet und warum athena advice genannt?

Nach nunmehr 20 Jahren haben wir uns entschlossen, die Antworten aufzuschreiben. Hier zunächst die Geschichte.

Als ich 2002/2003 als Quereinsteigerin im sozialen Bereich startete, kursierte die Mär, dass künftig Förderungen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF – damals ohne „Plus“) an Zertifizierungen gekoppelt seien. Also machte sich jeder auf den Weg. Ich hatte die Chance eine Ausbildung zur Auditorin zu absolvieren und ein QM-System nach DIN EN ISO 9001 bei meinem damaligen Arbeitgeber einzuführen und erfolgreich zur Zertifizierung zu bringen.

Und plötzlich wollten es alle! Das Telefon stand nicht still. Parallel dazu entstand das Projekt EPM (damals auch noch ohne „Plus“) in Stuttgart und ich wurde für Schulungen zu dem Thema sowie zum Projekt- und Multiprojektmanagement angefragt.

Zunächst kümmerte ich mich im Rahmen der kollegialen Beratung um die Anfragen. Jedoch nahm dies immer mehr Arbeits- und auch Freizeit in Anspruch. Somit war die Idee der eigenen Firma geboren. Am 21.08.2006 wurde der Gesellschaftsvertrag geschlossen und am 28.08.2006 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister.

Wie so oft stellten sich die Anforderungen für den ESF tatsächlich als Mär heraus. Jedoch waren die für das QM aufgewendeten Ressourcen nicht umsonst. In vielen Einrichtungen führte die tatsächliche Umsetzung und das „Leben“ zu Verbesserungen, Zeitersparnissen und für alle Beteiligten klaren und transparenten Strukturen.

Also blieb ich weiter am Ball und wenig später gab es dann tatsächlich gesetzliche Anforderungen an Bildungsträger, die für die Agentur für Arbeit tätig sein wollten. Die AZWV war geboren, die später in AZAV umbenannt wurde, die „Verordnung über die Voraussetzungen und das Verfahren zur Akkreditierung von fachkundigen Stellen und zur Zulassung von Trägern und Maßnahmen der Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)“.

Somit war klar, dass der Weg weitergeht. In den folgenden Jahren bis heute blieb und bleibt der Schwerpunkt der Tätigkeit rund um das QM bestehen. Beratungen zur Einführung, Aufrechterhaltung und Verbesserung wurden ergänzt um Schulungen und Workshops zu Themen, die der jeweiligen Organisation wichtig sind.

Und auch die Förderlandschaft und die jeweiligen Bedingungen der Fördergeber blieben nicht ohne tiefgreifende Veränderungen. Aufgrund der vielen in der Praxis umgesetzten Projekte des Europäischen Sozialfonds kamen zum Portfolio neben den Schulungen auch Beratungen in diesem Bereich hinzu.

Und wer wissen will, woher der Name kommt, der liest Teil 2.