Wie bereits kurz angerissen, sollten in der Initialisierungsphase eines Projektes die sogenannten Stakeholder identifiziert werden.
Aber was oder wer sind eigentlich diese Stakeholder?
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Übersetzt bedeutet der Begriff Interessen- oder Anspruchsgruppen. Damit sind alle Personen, Gruppen oder Organisationen gemeint, die an einem Projekt (oder Prozess!) beteiligt, vom Ergebnis betroffen sind oder aber Einfluss darauf nehmen können.
Enorm wichtig ist es, sich bewusst zu machen, dass Stakeholder nicht automatisch Beteiligte an einem Projekt oder einem Prozess sein müssen.
Und hier kommt die Schnittstelle zum Qualitätsmanagement. Die ISO 9001 spricht in diesem Zusammenhang von „interessierten Parteien“ und verlangt, dass deren relevante Anforderungen (in Bezug auf die Qualität) zu bestimmen sind. Auch die AZAV benennt an einigen Stellen „Dritte“. So verlangt sie bspw. „eine Darstellung von Art und Umfang der Zusammenarbeit mit Akteuren des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes vor Ort“ sowie eine Dokumentation „zur Art und Weise der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Dritten und der ständigen Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit“.
Ich empfehle an dieser Stelle, sich die Arbeit leicht zu machen. Dies spart Ressourcen und ermöglicht in der Startphase von Projekten, schnell die wesentlichen Beteiligten zu identifizieren.
Hierzu lege ich den Unternehmen nahe, sich zunächst einmalig mit allen Kunden, Interessen- und Kooperationspartnern auseinanderzusetzen. Eine Übersicht hierzu kann auf vielfältige Art und Weise erstellt werden. Besonders geschickt ist es, diese gleichzeitig mit Anforderungen und Kennzahlen zu verbinden. Wie dies gestaltet werden kann, ist jedoch sehr individuell und sollte immer auch das Verhältnis von Aufwand und Nutzen berücksichtigen.
Bezogen auf den Start eines Projektes heißt dies im Folgeschritt, die bereits identifizierten „interessierten Parteien“ und Projektbeteiligten zu definieren. Oft muss die getroffene Auswahl (je nach Projektidee und -ziel) spezifisch ergänzt werden.
Am Ende dieses Schrittes steht sodann eine Übersicht, die auf einen Blick Aufschluss darüber gibt, wer, warum und mit welchem Ziel in der weiteren Projektplanung zu berücksichtigen ist.
Spannend bleibt es auch im weiteren Verlauf: Denn durch diese Definition und ggf. Visualisierung können die Chancen und Risiken des Projekts beleuchtet werden.
Dieser Analyse bleibt jedoch ein eigener Artikel vorbehalten.